Für Ärztinnen und Ärzte aus EU Staaten/EWR Staaten

(Island, Liechtenstein, Norwegen)

Vor der Einreise
EU-Bürgerinnen/Bürger und Staatsangehörige der Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR-Staaten: Island, Liechtenstein und Norwegen) genießen Freizügigkeit aufgrund des Gesetzes über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (FreizügG/EU) und dürfen ohne Visum nur mit einem gültigen Pass oder Personalausweis einreisen.
Nach der Einreise
Es besteht eine Meldepflicht bei den zuständigen Einwohnermeldeämtern bei einem Aufenthalt von länger als zwei Monaten. Die Meldung muss je nach örtlichen Bestimmungen innerhalb der ersten Tage oder Wochen nach der Ankunft erfolgen. Dazu braucht man einen Ausweis und eine Wohnungsgeberbestätigung.
Arbeitserlaubnis
Für alle EU-Mitgliedsstaaten gilt die Dienstleistungsfreiheit und Arbeitnehmerfreizügigkeit.
Für Ärztinnen und Ärzte heißt das:
– Gleicher Zugang zur Ausübung des ärztlichen Berufes wie für deutsche Ärztinnen und Ärzte
– Ein Aufenthaltstitel und eine Arbeitsgenehmigung wird nicht benötigt
Berufserlaubnis
Zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Ärztin/Arzt in Deutschland wird eine Berufserlaubnis/Approbation benötigt.
Die Genehmigung zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit kann erteilt werden mit der

Berufserlaubnis nach § 10 BÄO
Es handelt sich um eine befristete Ermächtigung als Arzt/Ärztin in Deutschland zu arbeiten für maximal 2 Jahre, potentiell beschränkt auf bestimmte Tätigkeiten oder Beschäftigungsstellen. Eine Verlängerung ist nur mit einem Approbationsverfahren innerhalb von zwei Jahren möglich. Nach Ablauf von vier Jahren muss die Approbation für die weitere ärztliche Tätigkeit vorliegen.
Einzureichende Unterlagen: ausgefüllter Antrag, persönliche Unterlagen (Lebenslauf, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Führungszeugnis, Reisepass, Erklärung über Straffreiheit, Zeugnis über gesundheitliche Eignung usw.), Nachweis über die ärztliche Ausbildung und bisherigen Tätigkeiten, Sprachzeugnis B2 und Nachweis bestandener Patientenkommunikationstest (die Anmeldung erfolgt unter www.goethe.de oder www.telc.net), und ein Arbeitsvertrag oder eine Einstellungsabsichtserklärung.

Approbation
Die Approbation berechtigt zur uneingeschränkten Ausübung des ärztlichen Berufes. Für die Erteilung der Approbation ist eine bestandene Gleichwertigkeitsprüfung nötig.
Zuständig dafür sind die jeweiligen Landesgesundheitsbehörden der Bundesländer.

Informationen über Adressen sowie Aus- und Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte gibt es unter www.bundesaerztekammer.de.


Nach Erteilung der Berufserlaubnis
Hier eine Liste mit den Formalien, die es umzusetzen gilt:

  1. Anmeldung Landesärztekammer
    (Adressen unter www.bundesaerztekammer.de)
  2. Anmeldung Krankenkasse
    (Informationen unter krankenkassen.de)
  3. Antrag auf Erteilung einer Steueridentifikationsnummer
    (Einwohnermeldeamt)
  4. Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung/Anmeldung beim berufsständischen Versorgungswerk für Ärzte (Landesärztekammer). Hier gibt eine Frist von drei Monaten.
  5. Antrag auf Anerkennung der im Ausland erworbenen Teilbezeichnung oder Zusatzweiterbildungen/Facharztbezeichnungen (Landesärztekammer)
  6. Antrag auf Anerkennung und Gleichwertigkeit ärztlicher Tätigkeiten im Ausland zur Gehaltseinstufung (Landesärztekammer)

Facharztausbildung/Zusatzbezeichnung
Diese richten sich nach Kammer- und Heilberufsgesetzen der Länder sowie Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern.

Für Ärztinnen und Ärzte aus Nicht-EU Staaten

Vor der Einreise
Ärztinnen und Ärzte benötigen für die Einreise und den Arbeitsaufenthalt in Deutschland folgende Unterlagen:

  1. Gültiger Pass
  2. Nationales Visum und Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit (gemäß §§ 18-21 Aufenthaltsgesetz)
    Informationen unter www.anerkennung-in-deutschland.de (Informationsportal der Bundesregierung). Antragsstellung bei der deutschen Botschaft oder den Generalkonsulaten der Bundesrepublik Deutschland www.auswaertiges-amt.de
  3. Ggf. Nachweis Sprachzertifikat
Nach der Einreise
Es besteht eine Meldepflicht bei den zuständigen Einwohnermeldeämtern bei einem Aufenthalt von länger als zwei Monaten.
Die Meldung muss je nach örtlichen Bestimmungen innerhalb der ersten Tage oder Wochen nach der Ankunft erfolgen. Dazu braucht man einen Ausweis und eine Wohnungsgeberbestätigung.
Arbeitserlaubnis
Zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Ärztin oder Arzt in Deutschland wird eine Aufenthaltserlaubnis, die staatliche Zulassung zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit (Approbation) und ein Aufenthaltstitel zur Ausübung einer Beschäftigung benötigt.

Liegt ein Arbeitsvertrag vor, können ärztliche Fachkräfte seit März 2020 ohne Vorrangprüfung einreisen.

Ohne Vorrangprüfung
Laut dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz von März 2020 können Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen ein beschleunigtes Verfahren für die Einreise von Fachkräften aus Drittstaaten beantragen. Damit soll sich die Dauer des Anerkennungsverfahrens auf 2 Monate verkürzen. Dazu schließt der Arbeitgeber eine Vereinbarung mit der zuständigen Ausländerbehörde, häufig der zentralen Ausländerbehörde des jeweiligen Bundeslandes. Diese leitet das Anerkennungsverfahren ein und dient als zentraler Ansprechpartner für Arbeitgeber und zuständige Stelle.

Eine weitere Möglichkeit für eine Arbeitserlaubnis in Deutschland ist der Erhalt einer sogenannten Blaue Karte. Diese ist seit dem 1. August 2012 der zentrale Aufenthaltstitel für akademische Fachkräfte aus dem Ausland. Sie wird in einem vereinfachten Verfahren ohne Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit erteilt. Voraussetzungen ist ein anerkannter Hochschulabschluss und ein Mindesteinkommen von 43.056 Euro brutto.

  • Einzureichende Unterlagen/Nachweise für die Blaue Karte sind:
  • Fester Wohnsitz (Anmeldung beim Einwohnermeldeamt)
  • Festes Stellenangebot bzw. bestehender Arbeitsvertrag
  • Gültiger Pass
  • Nachweis über die ärztliche Ausbildung und bisherige Tätigkeiten sowie persönliche Unterlagen (certificate of good standing, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Lebenslauf, Führungszeugnis)
    Alle Unterlagen müssen in amtlich zugelassener Übersetzung vorliegen. Informationen hierzu gibt es bei der lokalen Ausländerbehörde.
Mit Vorrangprüfung
Im Rahmen eines Vermittlungsvorschlages prüft die Agentur für Arbeit in einer so genannten Vorrangprüfung, ob bevorrechtigte Bewerbende auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind. Nach positivem Ergebnis aller Sicherheitsabfragen/Prüfungen wird vorübergehend eine Fiktionsbescheinigung erstellt. Diese Bescheinigung wird durch die Erstellung des Aufenthaltstitels in Form einer Aufenthaltskarte ersetzt (Dauer: ca 1,5 Monate). Die Voraussetzungen hierzu sind ein anerkannter Hochschulabschluss und ein konkretes Stellenangebot.

Einzureichende Unterlagen/Nachweise:

  1. Fester Wohnsitz (Anmeldung beim Einwohnermeldeamt)
  2. Festes Stellenangebot bzw. bestehender Arbeitsvertrag
  3. Gültiger Pass
  4. Nachweis über die ärztliche Ausbildung und bisherige Tätigkeiten sowie persönliche Unterlagen (certificate of good standing, Geburtsurkunde, Heiratsurjunde, Lebenslauf, Führungszeugnis)
    Alle Unterlagen müssen in amtlich zugelassener Übersetzung vorliegen. Informationen hierzu gibt es bei der lokalen Ausländerbehörde.

Es ist davon auszugehen, dass für ärztliche Fachkräfte aus Drittstaaten die Vorrangprüfung durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz von März 2020 entfällt.

Berufserlaubnis
Zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Ärztin oder Arzt in Deutschland wird eine Berufserlaubnis oder Approbation benötigt. Die Genehmigung zur Ausübung kann erteilt werden mit der


Berufserlaubnis nach § 10 BÄO
Es handelt sich um eine befristete Ermächtigung als Arzt/Ärztin in Deutschland zu arbeiten. Sie gilt für maximal 2 Jahre, potentiell beschränkt auf bestimmte Tätigkeiten oder Beschäftigungsstellen. Eine Verlängerung ist nur mit einem Approbationsverfahren innerhalb von zwei Jahren möglich. Nach Ablauf von vier Jahren muss die Approbation für die weitere ärztliche Tätigkeit vorliegen.
Einzureichende Unterlagen: ausgefüllter Antrag, persönliche Unterlagen (Lebenslauf, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Führungszeugnis, Reisepass, Erklärung über Straffreiheit, Zeugnis über gesundheitliche Eignung usw.), Nachweis über ärztliche Ausbildung und bisherige Tätigkeiten, Sprachzeugnis B2 und Nachweis bestandener Patientenkommunikationstest (Anmeldung unter www.goethe.de oder www.telc.net)
Arbeitsvertrag oder Einstellungsabsichtserklärung

Approbation
Die Approbation berechtigt zur uneingeschränkten Ausübung des ärztlichen Berufes. Für die Erteilung der Approbation ist eine bestandene Gleichwertigkeitsprüfung nötig.
Zuständig dafür sind die jeweiligen Landesgesundheitsbehörden der Bundesländer

Infos über Adressen sowie Aus- und Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte gibt es unter www.bundesaerztekammer.de.

Nach Erteilung der Berufserlaubnis
Hier eine Liste mit den Formalien, die es umzusetzen gilt:

  1. Anmeldung Landesärztekammer (Adressen unter www.bundesaerztekammer.de)
  2. Anmeldung Krankenkasse (Infos unter krankenkassen.de)
  3. Antrag auf Erteilung einer Steueridentifikationsnummer
    (Einwohnermeldeamt)
  4. Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung/Anmeldung beim berufsständischen Versorgungswerk für Ärzte (Landesärztekammer, Drei Monatsfrist!)
  5. Antrag auf Anerkennung der im Ausland erworbenen Teilbezeichnung oder Zusatzweiterbildungen/Facharztbezeichnungen (Landesärztekammer)
  6. Antrag auf Anerkennung und Gleichwertigkeit ärztlicher Tätigkeiten im Ausland zur Gehaltseinstufung (Landesärztekammer)
Facharztausbildung/Zusatzbezeichnung
Diese richten sich nach Kammer- und Heilberufsgesetzen der Länder sowie Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern.