für neu eingetroffene Ärztinnen und Ärzte in der Rehabilitation

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde ein Angebot zur Unterstützung neu eingetroffener migrierter Ärztinnen und Ärzte entwickelt. Es bringt Kolleginnen und Kollegen, die neu in der Reha bzw. neu in Deutschland („Peers) sind mit erfahrenen migrierten Kolleginnen und Kollegen („Peer Supporter“) zusammen. Peer Supporter sind in der Regel nicht in derselben Klinik tätig, daher erfolgt der Kontakt über Telefon, Skype oder Mail. Die Peer Supporter stehen den Peers für drei Monate für eine halbe bis eine Stunde pro Woche zur Verfügung. Die Inhalte der Gespräche sind vertraulich.
Peer Supporter können mit ihren Erfahrungen helfen, wenn es um Fragen geht wie:

Allgemein Leben in Deutschland

  • Formale Fragen (Formulare und Ämter bezüglich Aufenthaltserlaubnis oder Arbeitserlaubnis, Polizeiliche Meldung)
  • Mieten von Wohnungen
  • Versicherungen
  • Auto und Führerschein
  • Deutschkurse
  • Handyvertrag
  • Konto
  • Kinderbetreuung

Arbeiten in deutschen Krankenhäusern / Rehakliniken

  • Wie funktioniert das deutsche Gesundheitssystem?
  • Wie funktioniert Reha?
  • Was ist meine Rolle als Ärztin / Arzt in der Reha?
  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit im Rehateam?
  • Wie ist die Beziehung zu den Rehabilitierenden?

Peer Supporter verfügen über persönliche Erfahrungen zur Integration in Deutschland und in die Rehabilitation, sind jedoch keine Expertinnen oder Experten für spezielle Themen wie Aufenthaltsrecht, Anerkennung, Sozialrecht etc.
Für diese Fragen können sie ihre Peers an geeignete Stellen vermitteln.
Zur Evaluation des Angebotes werden Peer Supporter und Peers nach Ablauf der drei Monate von den Wissenschaftlerinnen der Alice Salomon Hochschule kontaktiert und nach ihren Erfahrungen mit dem Peer Support befragt. Dazu erhalten sie in Vorfeld einen Fragebogen und eine Einwilligungserklärung. Der Startschuss für das Programm fiel im April 2020.

Für mehr Informationen über das Programm kontaktieren Sie bitte patricia.haenel@ash-berlin.eu.